Plattengebabbel über „The Dirty Nil“!
Written by admin on 05/04/2026

2021 demonstrierten die Kanadier erneut ihr geschicktes Gespür für Crossover-Rock.
Mit einer gewohnt sympathischen Symbiose aus Punk-Attitüde, Power-Pop-Präzision, etwas Metal-Muskelspiel und genüsslichem Grunge-Gefühl, hauten „The Dirty Nil“ eine feine Scheibe auf den Markt.
Inhaltlich von der Corona-Krise noch völlig unberührt, thematisierte das Trio auf seinem dritten Album „FUCK ART“ ziemlich Locker jene Art von Alltäglichkeit, die um Drogen-Entsagung, gestohlene Fahrräder oder die letzte Bar-Runde kreist. Dass die Platte unter pandemisch erschwerten Produktionsbedingungen entstand, die sich in verkürzter Studiozeit und virtuellem Spuren-Ping-Pong niederschlug, hört man ihr nun wirklich nicht an. Vielleicht deshalb, weil man eine Scheibe produzieren wollte und nicht musste.
Schließlich stehen auf „FUCK ART“ weiterhin Weezer, dieser eine Hit von Wheatus, Cheap Trick und Slayer, aber auch Pavement und die Pixies Pate.
Darüber hinaus gelang „The Dirty Nil“ diesmal der partielle Exkurs in die Twang-Lounge („Damaged Control“) genauso großartig wie das Kunststück, auf „The Guy Who Stole My Bike“ jenes charakteristische Gitarren-Bending-Intro von Lives „Selling The Drama“ zu adaptieren.