Led Zeppelin abermals vor Gericht
Written by admin on 17/08/2025
Der Streit um die Urheberschaft des Songs „Dazed and Confused“ flammt erneut auf und Jake Holmes, der ursprüngliche Komponist des Songs, hat Jimmy Page, Gitarrist von Led Zeppelin, sowie Sony Pictures und Warner Chappell verklagt. Urheberrechtsverletzung und Vertragsbruch ist der Vorwurf.
Holmes, der das Stück 1967 für sein Debütalbum „The Above Ground Sound“ schrieb, sieht seine Rechte verletzt, da die Dokumentation Becoming Led Zeppelin zwei frühe Live-Aufnahmen des Songs ohne seine Zustimmung verwendet und ihn nicht als Urheber nennt. In der Klageschrift ist angegeben, Page und seine Mitangeklagten hätten „willentlich die Holmes-Komposition verletzt, indem sie behaupteten, die Holmes-Komposition sei die Page-Komposition“.
Die Story des Songs ist komplex, denn nachdem Holmes das Lied 1967 veröffentlichte, wurde es von den Yardbirds, Pages damaliger Band, übernommen und später von Led Zeppelin neu interpretiert. Auf dem 1969 erschienenen Debütalbum von Led Zeppelin wurde Page als alleiniger Autor genannt. Holmes versuchte in den 1980er Jahren, eine Anerkennung seiner Urheberschaft zu erlangen, erhielt jedoch keine Antwort. Erst 2010 reichte er eine Klage ein, die 2011 außergerichtlich beigelegt wurde. Seitdem wurde der Song in späteren Veröffentlichungen als „Jimmy Page – inspiriert von Jake Holmes“ kreditiert.
Holmes aktuelle Klage bezieht sich auch auf die Verwendung des Songs in mehreren Archivveröffentlichungen der Yardbirds, darunter Yardbirds ’68 und The Yardbirds: The Ultimate Live at the BBC, in denen er nicht als Urheber genannt wird. Er fordert Schadensersatz in Höhe von mindestens 150.000 US-Dollar pro Verstoß. Die Dokumentation Becoming Led Zeppelin, die Anfang dieses Jahres veröffentlicht wurde, beleuchtet die Anfänge der Band und enthält seltenes Archivmaterial. Holmes bemängelt, dass der Film ihn lediglich als Inspiration für den Song nennt, obwohl er der ursprüngliche Komponist ist.