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Kennt Ihr noch Napster?

Written by on 07/04/2026

Napster hat eine wirklich bewegte Historie hinter sich.

Aus der früheren Tauschbörse für illegale Musik-Down­loads ist ein Anbieter für legales Musik-Strea­ming geworden. Es zeich­nete sich aber schon vor Monaten Verän­derungen ab. Vor zwei Jahren wurde die Platt­form inklu­sive eines Schul­denbergs von geschmeidigen 56 Millionen US-Dollar verkauft, wie das Online­magazin „t3n“ damals berich­tete. Doch was passierte dann mit der Plattform?

Beim Käufer handelte es sich um ein Multi­verse-Startup. Schon damals war von „KI-gestützten digi­talen Erleb­nissen“ die Rede, die Napster künftig von allen anderen Plattformen den Unterschied machen sollten. Was das bedeutet, bekommen die Kunden spätes­tens jetzt zu spüren. „Herkömm­liche Musik“ gibt es bei Napster defeinitiv nicht mehr. Grund: Die Lizenz­verträge mit den großen Plat­tenfirmen wurden gestoppt.

Diese Entwick­lung zeich­nete sich schon Monate vorher ab. So berich­tete das „DJ-Mag“ schon im August 25, Sony Music habe Napster verklagt. Schon im Juni 25 habe das Label die Verträge mit dem Strea­ming­dienst beendet und dieses mit einem Stressfaktor. Dieser habe jedoch weiterhin Songs von Sony Music ange­boten, sodass es neben offenen Lizenz­zahlungen in Höhe von mehr als 9,2 Millionen Dollar auch um Scha­dener­satz-Zahlungen von bis zu 36 Millionen Dollar geht.

Wenn man die Napster-App für Android bzw. iOS jetzt herun­terlädt, deutet nichts mehr auf den früheren Strea­ming­dienst hin. Zur Musik-Wieder­gabe war im kurzen Test von „teltarif.de“ keine Anmel­dung erfor­derlich. Jedoch hörte man keinerlei bekannte Songs mehr. Statt­dessen versteht man sich als Platt­form für AI-gene­rierte Musik, die von den Nutzern selbst kommen soll.

Auch der Musik­strea­ming-Dienst von Aldi basiert auf Napster. Uff! Der Discounter bietet sogar ganze Mobil­funk-Tarife mit inklu­diertem Napster-Zugang an. Das Angebot ist, genauso wie die Napster-Option von o2, nach wie vor sichtbar.

Abzu­warten bleibt, ob und wann o2 und Aldi die Angebote beenden und ggf. Ausschau nach neuen Partnern für Musik-Strea­ming halten.

 


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