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Klugscheisser No. 48

Written by on 27/05/2026

2010 verklagte Axl Rose die Firma Activision, die das Computerspiel „Guitar Hero III“ rausgefeuert hatte, in dem auch Guns N’ Roses vorkommen. Der Sänger störte sich daran, dass beim Song „Welcome To The Jungle“ Gitarrist Slash als spielbare Figur auftauchte. Nicht nur das, denn sein alter Kollege ziert sogar die Verpackung. Das hat dem Frontman schon etwas seinem Narzissmus schwer angeschlagen.

Den Deal damals hatte Axl als Herrscher über das Guns-N’-Roses-Imperium abgesegnet. Dabei vereinbarte er mit der Firma, dass auf keinen Fall sein (damals) ungeliebter Ex-Kollege Slash zu sehen sein darf. Dass zudem einige Songs von dessen neuer Band „Velvet Revolver“ in der Bonussektion gespielt werden können, störte den Rotschopf auch brutal. Nach Meinung von Axl habe die Firma ihn trotz entsprechender Versprechen damit schlicht hintergangen und sei vertragsbrüchig. Als Schadenersatzsumme warf seine anwaltliche Vertretung eine fette runde Summe in den Ring: 20 Millionen Dollar.

Doch daraus wurde nichts, denn am 8. Februar 2013, wird die Klage mit Schwung abgewiesen. Hauptgrund war: Das Spiel war schon 2007 erschienen, aber das Team Axl hatte sich drei Jahre Zeit mit der Klageerhebung gelassen und das Gericht betrachtete dieses als zu lange. Das hatte Axel natürlich nicht wirklich gefallen.

Und das, obwohl der Agent des Musikers schon viel früher eine Beschwerdemail an Activision geschrieben hatte. Rose hatte aber einen guten Grund zu warten, denn die Firma hatte ihm ein eigenes Spiel angeboten.

Ganz schön viel Theater um Daddelei und Rockbands, könnte man meinen. Allerdings geht es um viel Geld und, vielleicht wichtiger, Außenwirkung. Immerhin ist Axl damals mit einer ganz neuen Gunners-Besetzung unterwegs gewesen. Heute jedoch sind er und Slash wieder Freunde und touren um die Welt.

Dieses jedoch mit unterschiedlichen Erfolg.

 


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